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Glockenmuseum/Stadtmuseum


Geschichte des Museums

DAS BRANDESSCHE HAUS

1854 ließ der Textilfabrikant Wilhelm Junge in der Bahnhofstraße ein großes Wohnhaus bauen. Doch bereits 1859 bot man in einer Konkursanzeige die Gebäude zur Versteigerung an. Eine weltweite Handelskrise hatte auch Apolda erfasst und verursachte zahlreiche Bankrotte unter den Fabrikanten und Verlegern.
1860 erwarb Franz Kreiter, Mitinhaber des zu dieser Zeit größten Verlegergeschäftes der Stadt, der Firma „Chr. Zimmermann & Sohn“, Gebäude und Grundstück. Seine Tochter Pauline, verheiratet mit dem Prokuristen dieser Firma, Anton Brandes, lebte mit ihrer Familie in dem Haus. Noch in ihrem Todesjahr 1924  verkauften ihre Erben das Gebäude an die Stadt Apolda.
Das Haus wurde für Wohnzwecke genutzt. Mieter waren unter anderem auch Apoldaer Oberbürgermeister. Zeitweise waren die Stadtbibliothek und andere Institutionen untergebracht. Das Apoldaer Adressbuch von 1949 verzeichnet 16 Mietparteien.
Im Juli 1951 wurde in frei gewordenen Räumen des ehemaligen Brandesschen Hauses das städtische Heimatmuseum eröffnet. Die Sonderausstellung „Glockenguss und  Glockenkunst“ 1952 bildete mit Leihgaben der Glockengießerei  Franz Schilling Söhne Apolda die Basis für die heutige ständige Ausstellung zur Kulturgeschichte der Glocke.
Ab Oktober 1979 konnte im Erdgeschoss des Hauses die museale Sammlung zur Entwicklung der Textilindustrie in Apolda im Wirker- und Strickermuseum ausgestellt werden. Diese Ausstellung wurde überarbeitet und im Mai 2001 neu eröffnet.

Seit der Nutzung des Gebäudes als Museum wurden jährlich zwischen vier und acht Sonderausstellungen gezeigt.

 

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