Ausstellungen - Vorankündigung Sonderausstellung


Sonderausstellungen 2012


22. April - 17. Juni 2012
Island – Landschaft, Mythen und Literatur

Die kleine Insel im Norden Europas ist in den letzten Jahren wiederholt in die Schlagzeilen geraten. Die Ausstellung widmet sich jedoch nicht dem Bankenkrach oder den Vulkanausbrüchen, sondern versucht, vielfältige Verbindungen zwischen der faszinierenden Landschaft und ihrer Bewohner herzustellen. Bereits seit vielen Jahrhunderten ist der kleine Staat ein Land, das in der Literatur Akzente setzt, mit seinen unterschiedlichen Naturschauspielen immer mehr Touristen in den Bann zieht, dessen Künstler mit spektakulären und kreativen Ideen aufwarten.
Diesen besonderen Eigenarten der Insel wird mit Beispielen aus der Literatur und Fotografien nachgespürt. Die Schwerpunkte liegen bei den Büchern auf den Themen der Islandsagas und Edda, den klassischen Romanen von Halldor Laxness wie der „Islandglocke“, den beliebten Kriminalromanen moderner Autoren, den Nonni-Kinderbüchern von Jon Stefan Sveinsson und den aktuellen Themen der zeitgenössischen Autoren des Landes.
Die Fotografien aus allen Teilen des Landes versuchen die Atmosphäre der kargen Landschaft einzufangen. Farb- und Lichtspiele, Strukturen und Spiegelungen vermitteln den Reiz von unberührten und brachliegenden Gegenden oder zeigen beliebte Motive aus einer neuen Perspektive.

 

14. Juli – 26. August 2012
Kunst, Erz und Klang

Die Glockengießerfamilien Ulrich und Schilling   

Glockenmuseen befinden sich fast immer in der Nähe von Glockengießereien. Die Gießer sind häufig gleichzeitig Sammler kulturhistorisch wertvoller Glocken.
1952 wurde im Apoldaer Heimatmuseum die Schau „Glockenguss und Glockenkunst“ eröffnet, deren Exponate ausschließlich Leihgaben des Glockengießermeisters Franz Schilling in Apolda waren. Diese Ausstellung bildete den Ausgangspunkt für die Entwicklung des ersten europäischen Spezialmuseums zur allgemeinen Kulturgeschichte der Glocke. Aus Anlass seines 60jährigen Bestehens rückt Kunst, Erz und Klang die Firmengeschichten der Glockengießerfamilien Ulrich und Schilling in den Fokus. Diese beginnen im 17. Jh. im hessischen Hersfeld und führen neben Apolda über zahlreiche weitere Standorte bis ins 21. Jh. nach Karlsruhe und Passau, wo heute nach Schillingscher Rippe gegossen wird. Verwandtschaftliche Beziehungen werden aufgezeigt und einzelne Gießer porträtiert. Ihre berühmt gewordenen Glocken werden in Entwurf, Modell und Bild hervorgehoben.
Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit Margarete Schilling, die gemeinsam mit Ihrem Ehemann, dem Glockengießer Peter Schilling, fast dreißig Jahre produktiv in der Glockengießerei tätig war, entwickelt.
Am 14. Juli 2012 findet zum vierten Mal das Apoldaer Weltglockengeläut statt, ein „weltumspannendes Konzert“, an dem Glocken aus Apolda, die nun in verschiedenen Ländern der Welt ertönen, beteiligt sind. Die Ausstellung wird am Vorabend dieser Veranstaltung eröffnet.

 

09. September – 31. Dezember 2012
125 Jahre Vereinsbrauerei Apolda

„Das Bier aus Thüringen“

Im Oktober 1887 vereinigten sich die städtische Braugenossenschaft Karl Kürschner & Co. und die private Brauerei Gebr. Bohring zur Vereinsbrauerei Apolda AG. Durch die Modernisierung der Brau- und Mälzanlagen erlebte der neue Betrieb einen erheblichen Aufschwung, der durch den ersten Weltkrieg unterbrochen wurde. Nach einer kurzzeitigen Konjunktur wurde die Vereinsbrauerei zwischen 1928 und 1945 von der Leipziger Riebeck-Brauerei, dem damals größten sächsischen Branchen-Unternehmen durch den Erwerb von Mehrheitsanteilen übernommen. Nach der Enteignung dieses Konzerns 1948 gehörte die nun volkseigene Vereinsbrauerei ab 1950 der VVB Brau- und Malzindustrie Dresden und ab 1969 dem Getränkekombinat Erfurt an. In den 1960er Jahren wurden die mittlerweile veraltete Brautechnik sowie der Lagerkeller erneuert. In diesem Zeitraum ergänzten alkoholfreie Getränke die Palette der unterschiedlichen Biersorten. In den Folgejahren erzielten vor allem das „Dominator-Spezial“ und das „Diät-Pils “ zahlreiche Qualitätsauszeichnungen und wurden nicht selten „unter dem Ladentisch“ gehandelt.
Seit 1991 ist die Brauerei wieder in privater Hand, die technischen Anlagen wurden seitdem kontinuierlich erneuert. Unter der Marke „Apoldaer“ vertreibt die Vereinsbrauerei heute zehn, mittlerweile überregional anerkannte Biere und Radler als Biermischgetränk.
Die Ausstellung dokumentiert die Firmengeschichte anhand historischer Fotos und Dokumente. Sie zeigt Brauereiwerbung, Bierflaschen, -gläser und -deckel und andere Exponate „rund ums Bier“. Darüber hinaus bietet sie einen kurzen Exkurs in die Kulturgeschichte des Bieres sowie einen Blick auf und in alte Apoldaer Gaststätten, in denen die Fässer des heimischen Bieres geleert wurden.



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www.glockenmuseum-apolda.de